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Turbo Pascal (Berlin)
Ich bin nicht wirklich die Gefahr

Gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Stiftung Niedersachsen.


Stell dir vor, dass die elektrischen Leitungen in diesem Gebäude schon so richtig alt sind. Stell dir vor, dass wir die Dinge einfach nicht unter Kontrolle haben und dass schon eine kleine Erschütterung in der Erdkruste genügt, um halbe Kontinente zu zerstören. Stell dir vor, dass plötzlich alles ansteckend ist, Krebs, Alzheimer und alle Arten von geistigen Verwirrungen.

Turbo Pascal spielt in diesem Projekt mit dem ‚Making Of’ von Worst-Case-Szenarien und veranstaltet ein Gedankenexperiment zu der Frage, in welcher Gefahr wir eigentlich zu schweben meinen. Was ist das Schlimmste, das heute noch passieren kann, in dieser Versammlungsstätte, mit 100 Leuten, in Berlin oder Wien? Aktuelle und fast vergessene Gefahrenmeldungen spuken durch unsere Hirne, aber was ist hier eigentlich wirklich die Gefahr?
Mit Hilfe von Selbst- und SpezialistInnengesprächen und der Szenario-Technik aus dem Feld der Zukunftsforschung legt Turbo Pascal eine große Gefahrensammlung an, die dann im Theater auf den Prüfstand kommt. Für eine gewisse Zeit werden Publikum und PerformerInnen zum Worst-Case-Komitee, um über das über das eigene Gefahrenpotential zu entscheiden

Das Theaterkollektiv Turbo Pascal befragt sich und andere zu sozialen und politischen Fragestellungen, zu widersprüchlichen Erfahrungen unserer Zeit, über die man zusammen besser nachdenken kann als alleine. Der kollektive Ansatz ist immer auch Teil der Performances, indem das Publikum zum Ko-Autor wird.
Gegründet während des Studiums in Hildesheim, arbeitet die Gruppe mittlerweile in Berlin und Niedersachsen.

www.turbopascal.info

Foto © Turbo Pascal